Wir kommen um zu stören!

Gegen die „Schreiner Praxis-Seminare“ – Kämpfe organisieren!

KündigungsseminarAbmahnungen, außerordentliche Kündigungen und Schadensersatzansprüche: Arbeitgeber möchten keine engagierte Betriebsratsarbeit. Die Kanzlei „Dr. Schreiner + Partner GbR“ hat sich auf Seminare für Chefs, die unliebsame ArbeitnehmerInnen loswerden möchten, spezialisiert. Am Donnerstag, den 27. März möchten sie im Stuttgarter Maritim-Hotel ein Seminar mit dem Titel „Die häufigsten Betriebsratssünden“ durchführen. Mit einer gemeinsamen Kundgebung möchten wir klarstellen, dass wir keinen Bock auf Chefs haben, die Arbeitnehmerrechte mit Füßen treten.

Im vergangenen Halbjahr hat die Kanzlei Dr. Schreiner + Partner 11 Seminare in Stuttgart abgehalten. Die Themenpalette reicht von unverfänglichen Titeln wie „Fit im Arbeitsrecht 2014“ bis hin zu „Die Kündigung „störender“ Arbeitnehmer – so gestalten Sie kreativ Kündigungsgründe“. Auf Onlineplattformen berichten TeilnehmerInnen der Seminare was unter „kreativen Kündigungsgründen“ zu verstehen ist. Erfundene Aussagen oder das konstruieren einer sexuellen Nötigung soll zu den Tipps der Anwälte gehören.

Für uns ist klar: Eine aktive und engagierte Betriebsratsarbeit ist mehr als notwendig. Befristete und prekäre Arbeitsverhältnisse nehmen permanent zu. ArbeitnehmerInnen, die ihre Rechte aus dem Betriebsverfassungsgesetz in Anspruch nehmen möchten, werden mit betrieblichen Repressalien überzogen. Arbeitgeberanwälte möchten das juristisch wasserdicht machen. Die Möglichkeiten, die das Betriebsverfassungsgesetz bietet, sollen ausgehöhlt und abgeschafft werden.

Das ist für uns nicht hinnehmbar! Wenn es am 27. März im Maritim Hotel um „Betriebsratssünden“ geht, dann kommen wir auch. Wir kommen um zu stören:

Gegen Schikanen am Arbeitsplatz!
Für betriebliche Mitbestimmung!

Kundgebung mit Musik, Redebeiträgen (u.a. von Cuno Hägele, Geschäftsführer ver.di Bezirk Stuttgart) und kreativen Aktivitäten

Donnerstag, 27. März | ab 14.00 Uhr | MARITIM Hotel, Seidenstraße 34 (Berliner Platz)

Aufruf als PDF: Kundgebung gegen Kündigungsseminare

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