Kategorie-Archive: Aktuelles

Organisieren, streiken, kämpfen!

Logo rot Die Initiative Klassenkampf ist ein offenes Treffen für alle die zu sozialen Kämpfen politisch arbeiten möchten. Einen Vorstellungstext findest du hier.

Wir treffen uns jeden 2. Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann.

[Ford Genk/Köln] Ein Verfahren eingestellt – Prozesse gegen Kollegen aus Belgien

genk feuertonneDie Staatsanwaltschaft Köln hat das Ermittlungsverfahren gegen einen Kollegen aus Köln eingestellt, der sich am 7. November 2012 mit dem Protest der Ford-Arbeiter aus Genk solidarisiert hatte. Damit hat sie den Vorwurf der “Rädelsführerschaft” in einem “besonders schweren Fall von Landfriedensbruch” (Mindeststrafe 6 Monate Knast) fallengelassen, nachdem der Solidaritätskreis 7. November das Vorgehen der Justiz öffentlich bekannt gemacht hatte und zahlreiche GewerkschafterInnen, politische Gruppen und aktive KollegInnen innerhalb und außerhalb Deutschlands sich solidarisiert haben.

Gleichzeitig wurden gegen 13 Kollegen aus Belgien Strafbefehle verschickt. Während 12 davon auf Geldstrafen lauten, fordert die Staatsanwaltschaft gegen einen Kollegen zehn Monate Haft auf Bewährung wegen “gefährlicher Körperverletzung” durch angebliche Böllerwürfe.

Alle betroffenen Kollegen haben Widersprüche gegen die Strafbefehle eingelegt. Noch sind keine Prozesstermine angesetzt. Da dies aber kurzfristig in den nächsten Wochen geschehen kann, bereiten wir uns darauf vor. Die KollegInnen brauchen dringend unsere Unterstützung, zumal einige Gewerkschaftsfunktionäre auf höherer Ebene vor Ort die Tendenz haben, sie jetzt im Regen stehen zu lassen.

Unterstützt die betroffenen Kollegen!

Aktuelle Infos findet ihr beim Solikreis 07 November

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Auf zur Menschenkette in Großbettlingen!

Pavillion

Am kommenden Montag, den 4. November 2013, finden im Norgren-Werk in Großbettlingen (Kreis Esllingen) die nächsten Verhandlungen um einen Sozialtarifvertrag statt. Die KollegInnen planen daher ab 13 Uhr eine Menschenkette um das Werk zu bilden.

Kommt am Montag um 13 Uhr in die Albstraße 13 in Großbettlingen!

Streik bei Norgren in Großbettlingen

Streikposten2Ende August wurde den etwa 100 MitarbeiterInnen im Norgren Werk Großbettlingen (Lkr. Esslingen) mitgeteilt, dass ihr Werk zum Ende des Jahres geschlossen werden soll. Seither hat sich die Belegschaft mit dem Ziel vernetzt, dies zu verhindern. Seit dem 14. Oktober befinden sich die KollegInnen nun im Streik, bereits zuvor fand ein fünftägiger Warnstreik statt. Unterstützt werden sie hierbei durch die IG Metall und viele solidarische Initiativen.

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Solidarität mit den FordarbeiterInnen aus Genk

protestierende kollegenDie Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen 15 belgische Ford-Arbeiter und einen solidarischen Kollegen aus Köln wegen „besonders schwerem Landfriedensbruch“. Hintergrund ist eine Protestaktion der KollegInnen, gegen die Schließung des Genker Werkes, im November 2012 vor der Europazentrale des Ford Konzernes in Köln. Wir solidarisieren uns mit den kriminalisierten KollegInnen und wünschen ihnen Kraft und Durchhaltevermögen für die anstehenden Verfahren.

Veranstaltung: Prekär ist niemals fair

Aktion gegen Leiharbeit - Daimler Bremen
ReferentInnen:
  • Sabine Vogel (Doktorandin für Soziologie)
  • Gerd Kupfer (Betriebsrat, Mitglied der Vertrauenskörperleitung Daimler Bremen)
  • Georg Rapp (Ersatzbetriebsrat, Daimler)

Immer mehr Menschen werden in prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen abgedrängt. Mehr als 7 Millionen Menschen arbeiten mittlerweile für einen Stundenlohn unter 10 €, mehr als 23 Prozent arbeiten im Niedriglohnbereich (unter 10 €). Über 2,5 Millionen müssen bereits neben ihrer Arbeit einen Zweit- oder Dritt-Job annehmen, um überhaupt noch über die Runden zu kommen. 1,3 Millionen können von ihrer Arbeit nicht mehr leben und müssen mit Hartz IV aufstocken. In Westdeutschland sind bereits weniger als 60 % aller Arbeitsplätze überhaupt tarifgebunden. Dies sind die Folgen von Agenda 2010, den Hartz-Gesetzen. Prekäre Arbeitsformen wie Minijobs, Leiharbeit, Werkvertrag, Scheinselbständigkeit, Zwangsteilzeit und Befristung haben rasant zugenommen und werden zum „Normalarbeitsverhältnis“.

Den prekär Beschäftigten werden nicht nur ihre sozialen Standards geraubt, sondern auch ihre Rechte, ihre Würde, ihr Selbstbewusstsein und ihre Kampffähigkeit. Aber auch in den vermeintlichen gewerkschaftlichen Hochburgen schmelzen die sogenannten Stammbelegschaften ab und machen zunehmend der Prekarisierung Platz. Dadurch nimmt auch der Druck auf die Stammbeschäftigten beständig zu, auch hier sinkt die Kampfkraft. Die Gewerkschaften werden durch die Zunahme der Spaltung schwächer, soziale Standards sind kaum noch zu halten.
Die Kollegen von Daimler Bremen und Untertürkheim werden über ihre Aktionen gegen Fremdvergabe, Leiharbeit und Werkverträge berichten. Sabine Vogel wird die gesellschaftliche Entwicklung der prekären Arbeit und Möglichkeiten des Widerstands darlegen.
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Wann und Wo?
  • Mittwoch, 9. Oktober um 18.00 Uhr
  • Linkes Zentrum, Böblinger Str. 105, Stuttgart-Heslach

Veranstalter: Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften

Veranstaltung: „Hungerlohn am Fließband“

initiativeklassenkampf va-> Filmvorführung der SWR-Doku
-> Vortrag mit Tom Adler
-> Diskussion

Samstag 21. September 2013, 17 Uhr, Linkes Zentrum Lilo Herrmann

Nicht nur RentnerInnen und Erwerbslose sind in der BRD besonders von Armut betroffen. Durch prekäre Arbeitsverhältnisse nimmt auch die Zahl der Lohnabhängigen, die trotz Arbeit in Armut leben nehmen, ständig zu. So haben aktuell mehr als 4 Millionen Beschäftigte, einen Bruttolohn, der unter 7 Euro liegt. Viele sind daher auf einen Zweitjob oder Hartz IV-Aufstockung angewiesen, um über die Runden zu kommen.

Noch bis vor kurzem hatten vor allem LeiharbeiterInnen die Jobs mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen. Nun weichen immer mehr Unternehmen auf Werkverträge aus, was für die Beschäftigten noch schlechtere Löhne und noch weniger Rechte am Arbeitsplatz zur Folge hat. Die mit den prekären Beschäftigungsverhältnissen einhergehenden Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf die Schwierigkeiten von Arbeitskämpfen, sollen auf der Veranstaltungen thematisiert, aber auch die Möglichkeiten dagegen anzukämpfen, diskutiert werden.

Als Einführung in das Thema zeigen wir die aktuelle SWR-Dokumentation „Hungerlohn am Fließband“. Danach folgt ein Vortrag von Tom Adler, ehemaliger Betriebsrat bei Daimler. Im Anschluss daran sollen Erfahrungen und mögliche Aktivitäten diskutiert werden.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Offenen Treffen der Initiative Klassenkampf Stuttgart, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, soziale Kämpfe in den Betrieben und auf der Straße zu unterstützen und mit zu initiieren.

Veranstaltungsflyer als PDF

Aktiv gegen Hungerlöhne und prekäre Arbeit

Seit Erscheinen der ARD Dokumentation „Hungerlohn am Fließband“ vor einigen Monaten, werden „Werkverträge“ und „Leiharbeit“ vermehrt diskutiert und kritisiert. ArbeiterInnen in verschiedenen Daimlerwerken, die hiervon betroffen sind und waren wehren sich aktiv gegen diese Form der Ausbeutung.

Auch wir als Initiative möchten mit Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen gegen Prekäre Arbeit und betriebliche Repression aktiv werden. Achtet auf aktuelle Ankündigungen!